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Tipps für Philadelphia

Blick auf Philadelphia
Am 4. Juli 1776 wurde in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung der USA unterzeichnet, weswegen die Stadt am Delaware River auch als Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika gilt. Doch Philadelphia ist mehr als die Wiege der USA und das berühmte Philly Cheese Steak Sandwich – welches jedoch bei keinem Besuch fehlen sollte. Deshalb haben wir für Sie drei Tipps für Ihren Aufenthalt in Philly, wie Philadelphia auch liebevoll genannt wird, zusammengestellt.

 
Straßenkunst im Überfluss
1986 rief die Künstlerin Jane Golden das Projekt Mural Arts Philadelphia ins Leben, das junge Menschen, darunter auch strafrechtlich belangte Graffiti-Maler, für Kunst begeistern will. Überall in der Stadt verteilt finden sich heute rund 2.500 Kunstwerke, wodurch Philadelphia die Stadt mit den meisten Wandmalereien der USA ist. Das größte der Wandbilder erstreckt sich über eine Länge von 180 Metern! Die Kunstwerke können mithilfe einer Übersichtskarte auf eigene Faust erkundet werden – oder im Rahmen einer der zahlreichen Führungen zu unterschiedlichen Themen, sei es zu Fuß, per Segway, Bus oder Zug.
 
 
Mütter Museum - Gänsehaut in alten Gemäuern
Dieses Museum ist nichts für schwache Nerven: Im Mütter Museum, benannt nach dem ursprünglichen Stifter Thomas Dent Mütter, sind rund 20.000 medizinische Absonderlichkeiten versammelt: Von einem Tumor, der US-Präsident Grover Cleveland 1893 entfernt wurde, über die zusammengewachsenen Lebern von Chang und Eng Bunker, die – im damaligen Siam geboren – zu den Namensgebern der „Siamesischen Zwillinge“ wurden, bis hin zu Teilen von Albert Einsteins Gehirn. Was bei den einen Würgereiz hervorruft, macht das Museum für andere außergewöhnlich und spannend. Ein ebenfalls aufregendes Erlebnis verspricht ein Besuch im Eastern State Penitentiary, dem bei seiner Errichtung vor fast 200 Jahren größten und teuersten Gefängnis der Welt. Schon Al Capone saß hinter den dicken Steinmauern. Seine mit ungewöhnlich luxuriösen Möbeln ausgestattete Zelle ist auch heute noch zu besichtigen. Bei einem Rundgang durch die teilweise verfallenen Gemäuer lässt sich die beklemmend-gruselige Atmosphäre, der die normalsterblichen Gefangenen dort ausgesetzt waren, auch heute noch nachempfinden.
 
 
Schluck für Schluck durch die Craft-Beer-Szene
Seit geraumer Zeit macht sich die amerikanische Craft-Beer-Szene daran, den europäischen Biernationen den Rang hinsichtlich Kreativität und Handwerkskunst abzulaufen, und Philadelphia ist ein wichtiges Zentrum. Jährlich findet hier Ende Mai/Anfang Juni mit der Philly Beer Week eines der wichtigsten Branchentreffen statt. Zur Eröffnung gibt es Live-Musik und zahlreichen Verkostungen. Wer die Gelegenheit verpasst, sich auf der Messe durch die Sortenvielfalt zu probieren, kann entweder eine der Brauerei-Touren buchen, die etwa von Philly Brew Tours, Liberty Brew Tours oder Brewtiful Tours angeboten werden, oder sich auf eigene Faust auf den Philadelphia Craft Beer Trail begeben. Ein ganz besonderes Erlebnis bietet der deutsche Koch Walter Staib in seinem Restaurant City Tavern, einem Nachbau des Gasthauses, in dem einst schon die Gründerväter der USA ihr Bier genossen. Deren bevorzugte Sorten hat Staib so originalgetreu wie möglich nachgebraut. Begleitend dazu gibt es zahlreiche Gerichte aus dem 18. Jahrhundert, die in stilechter Atmosphäre serviert werden.
 

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